Auswanderer und Übersiedler

Ich mache es kurz und schmerzlos: Der Tag auf der Bonavista-Peninsula war sehr schön.

Sobald sich die Wolken verzogen hatten war es sogar richtig schön.

Unabhängig von den schönen Tagen sind die geschwätzigen Abende in den letzten Wochen oftmals die Highlights gewesen. Egal ob mit Vaughn in Steady Brook oder Pierre in Deer Lake war es so interessant, dass ich es oftmals schwierig fand mir die halbe Stunde für den Blog rauszuschälen…

In Shediac musste ich den ganzen Abend mit Markus und Brigitte verschwatzen, die dem schönen Bergkamen den Rücken gekehrt haben um ein B&B in New Brunswick zu betreiben. Wobei mir bei den beiden noch nicht so klar ist warum die nach Kanada gekommen sind. Meine Klagen – aufgrund derer ich mich eher wieder in Deutschland sehe – konnten die nur bestätigen…

Zumeist kommt auf ein Hoch ein Tief und das war gestern Abend angesagt. Mit den B&B-Betreibern und zwei Amerikanern war im Wohnzimmer Katastropen-TV angesagt. Ich dachte zuerst es geht um Texas, aber scheinbar haben die Amis schon wieder das nächste Problem an den Hacken.

Zur Einstimmung fragte der Hausherr was die Amis von Onkel Donald halten. Die Antwort das wisse man noch nicht, lies Schlimmes vermuten… Zur Eskalation vermerkte ich, dass das mit dem Wirbelsturm ja nicht sein. Schließlich gibt es keinen Klimawandel. Bei dem nahende Wirbelsturm müsse es sich demnach um Fake-News handeln. Eine Evakuierung der Kinder aus Jacksonville sei demnach unnötig. Vermutlich sei der Wettermann mit den Kubanern verbündet, die die evakuierten Haushalte ausräumen wollten!

Der nicht übermäßige Zynismus kam eher so mittel an. Die Replik, dass es keinen Klimawandel gäbe und dieser nur als Ausrede genutzt werde, musste ich dann erstmal verdauen.

„Wer nutzt das als Ausrede?“

„Der Wettermann.“

Ja klar, der ist ja schließlich für gutes Wetter zuständig und wenn er sich vertanzt hat, sagt er der Klimawandel ist Schuld. Klingt logisch!

Bei diesen Gedankengängen kann man verstehen, dass man in Kanada immer mehr Intelligenzflüchtlinge aus dem Süden findet – zum Beispiel den hier:

Ich vermute ihm wurde unterstellt Fake-News zu bereiten. In Neufundland kann man den Kameraden nutzen um weitere Lebewesen mit Migrationshintergrund zu sichten:

Es waren wirklich zwei Moosies, die aber nicht gut auszumachen sind. Darum hier nochmal im Bild:

Auf der Lichtung in der Bildmitte sind rechts zwei braune Moosies, die mit ihren Ohren wild die Insekten wegwedeln… Die sind übrigens nicht in Neufundland heimisch. Sie wurden erst 1904 – in etwa zeitgleich mit den Bisons – angesiedelt. Während es mittlerweile zu viele Moosies gibt, haben es die Bisons nicht geschafft. Woran das wohl liegt?

6 Kommentare

  1. Haustier sagt: Antworten

    Na toll, da triffst Du schon mal auf Hillbillys, die sich aus ihrem Territorium herauswagen und verschreckst sie gleich wieder.

    1. Rob sagt: Antworten

      Jetzt kommt das Schlimme: Das waren keine Hillbillies. Altersangst billige ich denen zu, aber so spektakuläre Intelligenz?

  2. TomTe sagt: Antworten

    Bisons benötigen freie weite Flächen, keinen Wald (wo sie zwischen den Bäumen hängen bleiben) oder Flächen die durch Spalten unterbrochen sind (wo sie hineinstürzen) – sie hatten keine Chance!

    1. Rob sagt: Antworten

      Ja, möchte man meinen. Ich habe auch ungläubig geschaut als mir das gesagt wurde. Erinnert mich spontan an das:
      http://robert-walk.de/2017/06/09/head-smashed-in-buffalo-jump/

    1. Rob sagt: Antworten

      Hmm, Mopo… ist das nicht die Bild-Zeitung für Fischmenschen?

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