Die spinnen, die Kanadier!

Unser Hotel in Quebec war wirklich sehr nett. OK, die Zimmer waren etwas klein. Das Frühstück war sehr gut und vor allem ein niemals-versiegendes-Buffet. Sehr gut gesättigt ging es noch einmal durch Quebec, da wir erst Mittags auschecken mußten.

Es ist ein wirklich nettes kleines Städtchen – kaum größer als Göttingen.

Die Stadt krankt etwas daran, dass in den Geschäften primär Chinesen anderen Chinesen in China gefertigte Replikate „typisch-kanadischer-Gegenstände“ verkaufen. Insofern ist es wie jeder andere Ort an dem größere Mengen Touristen aufschlagen…

Auf dem Weg nach Montreal haben wir einen Ausflug in östlichen Kantone gemacht. Das wurde aber zuerst ein Ausflug in den Regen.

Am vorletzten Stop hörte der Regen auf und wenig später kam sogar die Sonne raus. So richtig unterhaltsam wollte es dort aber nicht werden. Das hatte sich Jokix – der Gott der Unterhaltung – für Montreal aufgehoben.

Dazu muß ich kurz ausholen. Alle Kanadier mit denen ich mich über Toronto und Montreal unterhalten habe versprachen eine unterhaltsame Fahrt in Kanadas Metropolen. Einzig zwei Schweizer in Ottawa meinten die Leute in Montreal seien im Straßenverkehr so nett und rücksichtsvoll. Das hat bei allen am Tisch massive Zweifel an Ihrer Auffassungsgabe geweckt – Schweizer halt.

Auf der ersten Fahrt durch Montreal sind mir schon so ein paar Granaten aufgefallen, denen man auch in Deutschland dringend den Führerschein entziehen würde. Vor dem Hintergrund eher defensiv-höflicher Mitmenschen schillern die hier aber noch bunter. Von der Sorte hatten wir bei der Einfahrt nach Montreal einen weiteren…

Das war es aber noch nicht. Nach dem Einchecken im Hotel sind wir dann noch ca. 5 km mit dem Auto gefahren. So standen wir nach kurzer Fahrt an dieser Kreuzung…

Afs dem Parkplatz zwischen dem schwarzen und grauen Fahrzeug setzte Mutti mit Schmackes zurück und mit lautem Scheppern gegen das Stopschild. Ihre Anlage hat zwar laut geplärrt, aber das hat sie wohl trotzdem wahrgenommen. Mehr als ein Blick in den Rückspiegel war ihr die Situation aber nicht wert bevor sie weggefahren ist.

Auf dem Rückweg haben wir uns dann unterhalten als unsere Blicke durch ein lautes Scheppern nach vorne gelenkt wurden. Ein Unfall? Nein, viel dümmer! Die haben in Kanada etwa einen Meter hohe Baken (breite Metallstäbe) an flexiblen Fußgelenken auf der Straßenmitte stehen. So ein Teil hat eine Kanadierin mit ihrem SUV beim Linksabbiegen schlicht überfahren.

Ich hatte mich noch gar nicht von der ersten Trulla erholt, da kommt die daher. Die Straßen waren heute – Samstag – ziemlich leer, da zudem Ferien und ein Festival am St. Lorenz Strom sind. Was soll das erst ab Montag geben? Ich glaube Mr. Ed bekommt eine Ausgangssperre bis Mittwochfrüh…

4 Kommentare

  1. Haustier sagt: Antworten

    Bist Du nüchtern gefahren? Vielleicht ist Alkoholkonsum im Straßenverkehr Pflicht? Dann läge der Fehler bei Dir!

    1. Rob sagt: Antworten

      Es scheint bisweilen so…

  2. TomTe sagt: Antworten

    Alltäglicher Wahnsinn – keinesfalls ungewöhnlich, es sei denn die Jahreskilometerleistung liegt merklich unter 60.000!

    1. Rob sagt: Antworten

      Autofahren ist doch wie Fahrradfahren? Das verlernt man nicht. Es könnte aber auch sein, dass es bei einigen Kanadiern genau andersherum ist: Das lernt man nicht!

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