Diätmarmelade

Die landschaftliche Vielfalt Kanadas habe ich in den letzten Beiträgen hinreichend dargestellt. Leider stehen die Hotels, Motels und B&Bs in Sachen Vielfalt der Landschaft in nichts nach. Es gibt eigentlich keine verlässlichen Größen. In Grand-Mere war das sehr angenehm. Das B&B war verhältnismäßig günstig, das Zimmer großzügig dimensioniert und schön eingerichtet. Das Frühstück war überaus lecker – auch wenn es am ersten Morgen noch mit Zwiebeln kontainiert war.

Nun folgt im Leben auf ein Hoch oft genug ein Tief. Die Unterkunft in der Nähe von Tadoussac…nun, sie haben sich bemüht Verständnis für das Thema B&B zu entwickeln. Das Frühstück war sehr…süß. Allein die selbstgemachte Marmelade hat Mutti als Diätmarmelade klassifiziert…

Aber heute ging es ja für eine Nacht nach Quebec, wo wir ein sehr schönes Hotel haben. Seit einer Woche wird immer aufs Neue für den nächsten Tag Regen angekündigt. Heute kam es wie immer:

Der Strand von St. Irenee war bei dem Wetter sehr schön und…

es gab sogar – nur für mein Haustier – eine kleine Touristenbahn die direkt hinter dem Strand langgebimmelt ist.

In Richtung Süden haben sich dann doch die Wolken verdichtet:

(Wer findet die beiden Kiter im Bild?)

Für den wolkenbedeckten Himmel in Quebec wurden wir dann aber wieder anderweitig belohnt. Nachdem wir uns entschieden hatten durch den Battlefields Park zu tigern, spekulierte jemand, dass es hier ja wie in Gatineau auch Bieber geben könnte.

Ich weiß, die Qualität ist eher Mittel. Ich musste so lachen, da der zweite Bieber im Bild – jaha, da ist ein Zweiter – sich auf die Hinterbeine gestellt und eine Blüte runtergezogen hatte. Leider habe ich zu früh abgeschaltet. Dicki hat sich noch auf den Hintern gesetzt hat und am Bauch rumgeknabbert. Das Verhalten kenne ich sonst nur vom dicken Holländer im Käsekoma…

Das mit den Tiersichtungen ist für mich mittlerweile ein Running Gag. Du durchstreifst stundenlang den Nationalpark und spähst meilenweit in die Ferne und siehst: mit Glück einige Eich- und Streifenhörnchen. Dann gehst Du zum Auto zurück und direkt am Ausgang vom Parkplatz wartet die Schwarzbärmama mit zwei Kindern.

Am nächsten Tag pirschst Du einige Stunden durch eine mückenverseuchte Seenlandschaften um endlich einen Bieber zu sehen. Aber sie sind nicht da. Wo findest Du die Bieber dann zu Dutzenden? In den Stadtparks von Gatineau und Quebec!

6 Kommentare

  1. Welch schöner Anblick! Nur etwas ungünstige Routenführung bei Sturmflut…

    1. Ob man da auch solch feine Konversation mitbekommen kann?

      https://twitter.com/rheinbahn_intim?lang=de

      1. Rob sagt: Antworten

        Sicher nicht. In dem Zug saßen nur langweilige Touristenfamilien.

    2. Rob sagt: Antworten

      Gräme Dich nicht. Entlang ds St. Lorenz Stroms dürften Sturmflut und Tsunami extrem selten sein…

  2. TomTe sagt: Antworten

    …dafür aber das alljährliche Hochwasser nach der Schneeschmelze!

    1. Rob sagt: Antworten

      Auch eher unwahrscheinlich… Das überflutete erstmal die großen Seen und alles was da im Weg liegt. Die vorgelagerten Überflutungsgebiete des Sankt Lorenz Strom sind so ziemlich ganz Nordamerika…

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