Marginalisierte Minderheiten

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen von plattgelaufenen Füßen und marginalisierten Minderheiten. Ottawa ist trotz seiner 900.000 Einwohner im Kern ein Dorf, dass man sehr gut zu Fuß erkunden kann. Allerdings ist besagter Fuß ziemlich plattgelaufen, wenn ich der Reiseführer bin. Da geht es erst drei Schritte voran, zwei zurück und einen zur Seite…

Die Führung durch das – im neuen Titelbild mittig zu sehende – Parlament haben wir uns nach Besichtigung der Schlange für Tickets geschenkt. Dafür gab es aber in ganz Ottawa eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen. Vor dem obersten Gerichtshof wurde zum Beispiel eine besondere marginalisierte Minderheit ausgestellt:

Der gemeine Jurist (recht mittig so hoch wie drei Menschen und gold-glänzend).

Danach ging es wild durch die Stadt und zum Museum für kanadische Geschichte. Da drehte sich dann alles nur noch um Minderheiten. Zuerst die erst dezimierte und dann marginalisierte Urbevölkerung, die überall in ihren Dörfern so merkwürdige Baumkonstrukte aufstellt. Das hört sich sehr nach den Bayern und deren Maibäumen an.

Ich meine aber die kanadischen Ureinwohner.

Deren Marginalisierung läßt sich sehr schön an diesem Bronzedenkmal für die indianischen Kundschafter verdeutlichen.

Das gute Stück steht am Ende einer Sackgasse mitten im Gemüse. Wenn sich nicht immer wieder Touristen dorthin verlaufen würden, weil sie denken der Weg geht weiter, würde den niemand mehr sehen…

Ansonsten ging es im Museum noch um die zweite Gruppe, die sich den ganzen Tag schlecht behandelt und von der Mehrheit übervorteilt fühlt. Die haben eine eigene Partei, die mit der Abspaltung droht. Dabei vertritt sie die ganze Zeit schamlos eigene Partikularinteressen und übervorteilt somit die Mehrheit. Hört sich schon wieder verdächtig nach Bayern an. Ist diesmal auch recht eng dran, denn es handelt sich um deren Verbündete: Die Franzosen.

Zwischendrin hatte ich schon die Hoffnung im Stadtpark endlich die marginaliserte Minderheit der kanadischen Bieber angetroffen zu haben, …

aber es war wohl keiner. Der tummelte sich nämlich auf dem Trockenen 100m vom Fluß und hat sich bei nahender Gefahr – also mir – in seine Erdhöhle zurückgezogen. Wem das Foto zur Identifikation nicht reicht, hat den Kollegen hier nochmal in groß:

8 Kommentare

  1. Dicke Hölländer sagt: Antworten

    Mhhhmmm ein Bieber… immer dran denken, umdrehen und von unten auslöffeln.

    1. Haustier sagt: Antworten

      Ja wie schmeckt der denn?

      1. Rob sagt: Antworten

        Na toll, jetzt habe ich drei Komiker hier!

    2. Rob sagt: Antworten

      Du hast hier natürlich noch gefehlt…

  2. tomte sagt: Antworten

    Glaubt man der einschlägigen Fachliteratur, ist dieses äußerst anpassungsfähige Geschöpf, doch ein Biber, auch wenn es sich 100m vom Wasser entfernt in seine Erdhöhle zurückgezogen hat.

    1. Rob sagt: Antworten

      Schick, dann hab ich alles beisammen und kann Tiere ab sofort nur noch als Nahrungsquelle nutzen…

      1. Dicke Hölländer sagt: Antworten

        Endlich Rob hast du die richtige Einstellung!!!

        1. Rob sagt: Antworten

          Hmmm…wenn Du mir zustimmst, muß ich einen Fehler gemacht haben…

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