Aus der Zeit gefallen und in der Zeit gelandet

Ich denke diese Überschrift trifft Kuba am Besten. Einschränkend ist zu erwähnen, dass ich in den zwölf Tagen nicht viel gemacht habe und kein spanisch spreche – nein, auch nach zwölf Tagen noch nicht. Insofern ist mein Erfahrungshorizont recht überschaubar. Aber das hindert mich natürlich nicht eine Meinung zu haben.

Das mit dem aus der Zeit fallen merkt man schon vor der Landung:

  • Was für elektronische Geräte haben Sie dabei?
  • Haben Sie pornografisches Material dabei?

OK, was ich da reingeschrieben habe hat am Ende keinen interessiert, aber allein diese Fragen gestellt zu bekommen war…anders.

Nach der Landung wartete dann das obligatorische Kuba-Klischee auf mich:

Mein Fahrer hat mir Modell und Baujahr gesagt, aber Kraft meines unbändigen Desinteresses für Autos habe ich es sofort wieder vergessen. Irgendwas amerikanisches aus den 50ern.

Kurz vor dem Ziel gab es dann das dann das nächste Klischee. Weil ich in meinem Gepäck mein Handy nicht aufspüren konnte, habe ich später ein Foto vom Strand aus gemacht.

Die drei Pappkameraden auf der Brücke waren in den Siebzigern bestimmt der letzte Schrei. Heute wirken Bronzestatuen von Arbeitern und Fischern ja eher merkwürdig.

Zumal es sich in Kuba ja eher ausgefischt hat. Es ist ja nicht soweit von Kuba ins Reich des Bösen. So haben die Kubaner so ziemlich alles genommen was schwimmt, um rüberzumachen. Das Ende vom Lied war, dass die Regierung den Besitz von Booten stark reglementiert hat, so dass es nur wenige gibt.

Die Boote die es noch gibt – wie hier im Hafen von Cayo Guillermo – sind gut bewacht und – mit etwas Mühe im Bild erkennbar – auch gut eingezäunt. Also bleibt den Kubanern nur noch eins um vom autoritärem Regime der 60er ins autoritäre Regime unserer Zeit zu kommen:

Es ist dann auch genau diese maritime Abschottung mit denen Kuba auch wieder schön in unsere Zeit gefallen ist. Wirtschaftsflüchtlinge durch eine strenge Kontrolle der Küste und Reglementierung von Bootsbesitz im Land halten? Wann kommt es zum ersten vom BND gestützten Pro-Castro-Putsch in Nordafrika?

2 Kommentare

  1. tomte sagt: Antworten

    ..also ein Boot liegt defintiv auf dem Trockenen!
    Du hast hoffentlich bei der Angabe Deiner elektronsichen Geräte Deinen Herzschrittmacher und Dein Hörgerät nicht unberücksichtigt gelassen!

    1. Rob sagt: Antworten

      Das Boot das auf dem Trockenen liegt ist das mit dem Kiter in Not gerettet werden…
      Im Gegensatz zu Dir habe ich weder Herzschrittmacher noch Hörgerät. Für Ersteres fehlt mir das Organ und Letzteres Organ nutze ich nicht!

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