Getting away from the wildfires?

Mittlerweile bin ich in Cornwall (Ontario) eingetrudelt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach Saint John etwas zu berichten habe. Aber tatsächlich ist das der Fall, so dass ich nun einen Tag Rückstand habe.

Von Saint John waren es nur 5 Stunden Fahrt bis zur angedachten – und gebuchten – Übernachtung in Lac Baker. So habe ich es gemütlich angehen lassen und bin die Panoramaroute am unter St.-John-River langgefahren statt den Highway zu nehmen.

Die Empfehlung im Reiseführer war es am Wochenende mit den Einheimischen auf der Fähre nach Kingston zum Bauernmarkt überzusetzen. Nach fünfzehn Minuten Stop-and-Go kam dann tatsächlich mal der Anleger in Sicht…

Die Einheimischen waren aber sehr mitteilsam. So hat meinte der Fährmann ob ich vor den Waldbränden in Britisch Columbia geflüchtet bin, als er mein Kennzeichen gesehen hat. Auch der Mopedfahrer – im Bild oben vor mir – wollte wissen wie lange ich bis hierher gebraucht habe. Er war ganz enttäuscht, dass ich nicht kanadisch reise: schnellster Weg und 16 Stunden fahren pro Tag.

Er war aber sehr erfreut als ich meinte ggf. später nach Neufundland zu fahren. Er kommt nämlich ursprüglich aus Neufundland. Als ich ihn damit konfrontiert habe, dass das gar nicht sein kann, da ich ihn ja verstehe hat er viel gelacht. Er meinte er sei aus der Stadt, aber die Landbevölkerung sei sehr irisch angehaucht und spricht viel Slang. Das kann ja was werden…

So bin ich dann vier Fähren immer von der einen Flussseite zu anderen gesprungen. An der fünften Fähre musste ich aber feststellen, dass McKinsey schon da war und die wegrationalisiert hat.

Wer will auch schon schön am Fluß entlangfahren…

wenn er stattdessen den Highway nutzen kann.

In Fredericton (oben im Bild ist das südlich Ende des Örtchens) wurde ich dann sogar zum Fußballspiel am Sonntag eingeladen. Die Leute in New Brunswick haben wirklich einen sehr offenen und mitteilsamen Eindruck hinterlassen. Wenn ich auch einschränken muß, dass alle nur durch das Nummerschild auf mich aufmerksam geworden sind.

6 Kommentare

  1. tomte sagt: Antworten

    …manchmal führen auch ein paar Quadratzentimeter Blech zum Erfolg!
    Ein „WALK-MEMORIAL“ wird Dir nach Deiner Abreise sicher sein.

    1. Rob sagt: Antworten

      Ja, aber nur in den Herzen der Aborigines…

  2. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Doch noch Neufundland? Die Trennung von Mr Ed fällt wohl noch zu schwer.

    1. Rob sagt: Antworten

      Die Gelegenheit doch günstig, wenn ich alles so drehe wie es passt. Außerdem ist in der Karibik im August die „Windsaison“ weitgehend vorbei und die Hurricansaison spätestens ab September an…

  3. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Aha. Neufundland statt Dom Reb wäre ganz nach meinem Geschmack!

    1. Rob sagt: Antworten

      DomRep wäre es nicht geworden. Bischen exotischer hätte es schon werden müssen, um Wind zu finden. Wobei das nicht bedeutet, dass es dieses Jahr keine Karibik gibt…

Schreibe einen Kommentar