Tour de France

Ich bin ja ein begeisterter Dunkelschläfer. So war ich von den letzten Unterkünften begeistert, da die echte Verdunklungsvorhänge und morgens schlechtes Wetter hatten. In Quebec habe ich keine Verdunklungsvorhänge. Das Fenster meines Zimmers geht natürlich nach Osten. Selbstverständlich war heute morgen keine Wolke am Himmel zu sehen. Der Teufel ist ein Eichhörnchen!

So ging es mir wie diesem kleinen, flauschigen Fellknäuel:

Ich wurde gewaltsam aus meiner Wohlfühlzone ins Verderben gezogen.

Das Wetter sollte am Nachmittag wieder regnerisch werden, also nichts wie raus und aufs Fahrrad um Quebec zu erkunden. Museen kann ich mir schließich ansehen, wenn es regnet. Nun, ich war nicht der Einzige. Es ist Sonntag. Die Aborigines sind überaus sport- und fahrradaffin.

So haben Horden von Mittvierzigern auf sündhaft teuren Rädern und in engen Fahrradtrikots die Fahrradstrecken beiderseits des Sankt-Lorenz-Stroms bevölkert. Die alte Regel, dass sich mit jedem Meter Entfernung zum nächsten Parkplatz die Zahl der Kanadier halbiert galt heute nicht. OK, ich jammere heute mal – wie sonst nie – auf hohem Niveau.

Es war wirklich sehr schön…

und ich hatte wirklich das Gefühl wieder in Europa zu sein. Das hat nach Monaten der Entsagungen durchaus positive Aspekte. Zum Beispiel kann ich nun nach Monaten in Neuseeland, Aitutaki und dem britischen Kanada Männer und Frauen nach meinen zu Hause gelernten Mustern unterscheiden. Das will heißen Männer sehen wie Männer und Frauen wie Frauen aus.

Auf Aitutaki gab es Öltanks mit Tatoos (Männer) und Öltanks in Kleidern (Frauen). In Neuseeland und britisch-Kanada war es deutlich schwieriger, denn die männlichen Öltanks waren nicht alle tätowiert und die weiblichen Öltanks nicht zwangsläufig in Kleidern unterwegs. Hach, schwierig!

Viel besser ist hier aber, dass hier Käse nach etwas schmeckt. Es gibt aber nicht nur einen Geschmack, sondern ganz viele Käsesorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Bisher gab es nur unterschiedlich gefärbte Blöcke ohne Geschmack – bekannt als british cheese. Zum Käse gibt es sogar Wein. Während in Ottawa bereits Alkohol oftmals ohne Papiertüten transportiert wurde, ist es hier völlig verrückt: Es gibt Wein und Bier im Supermarkt!

Wenn ich mir so selbst zuhöre, ist es eigentlich gar nicht so schlimm hier…

8 Kommentare

  1. Haustier sagt: Antworten

    Hm, Wein und Bier konnte man im südlichen Nachbarstaat in jedem Supermarkt erwerben. Ok, wie es in Utah und Idaho war weiß ich aber auch nicht mehr.

    1. Rob sagt: Antworten

      Das erklärt die Wahlergebnisse…

  2. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Käse, Wein und Frauen, die dein Wohlgefallen erlangen…es klingt, als seist du endlich am glücklichen Ziel deiner Reise angekommen.

    1. Rob sagt: Antworten

      naja, ist ein bisschen zu Hause. Es gibt ja durchaus schlimmere Länder als Deutschland. Wir bräuchten nue ein Einreiseverbot für Finanzinvestoren und Belgier…

  3. tomte sagt: Antworten

    …und er meint wieder in Europa zu sein! Hat der kleine Robert sein Paradies gefunden?

    1. Rob sagt: Antworten

      jetzt ist ja dazu auch das Wetter schön!

  4. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    …jetzt nur noch ein bisschen Französisch lernen.

    1. Rob sagt: Antworten

      unnötig…die wußten bisher auch immer wann sie sich zu ergeben hatten!

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