Ronald Rust

Ich habe jetzt gar nicht erzählt wie ich wieder an eine Internetverbindung gekommen bin: Nachdem sich am Samstagmittag noch nichts gerührt hatte, bin ich zu Steve gegangen und habe ihn – jetzt etwas nachdrücklicher – angestupst aktiv zu werden. Ihm war das ganze sichtbar unangenehm. Zudem war nicht nur das Internet ausgefallen, sondern auch das Telefon. Da er zu Ostern immer seine Mutter anruft, hätte es für ihn Erklärungsbedarf bei höherer Stelle gegeben.

Er hat mir auf jeden Fall gleich seinen Mailverkehr mit Bluesky – dem Telekommunikationsanbieter auf den Cooks – gezeigt. Da hatte er auch direkt den Chef angeschrieben. Der hatte ihm am Donnerstagabend versichert, dass ihnen die Geschäftskunden ganz besonders wichtig sind, um dann mit der Belegschaft ins Osterwochenende zu verschwinden – nach Diktat verreist.

Es scheint das selbst so kleine Unternehmen am anderen Ende der Welt wie Bluesky nach den Regeln der Branche arbeiten und deren Vorsitzende dieselben aufgeblasenen Dummschwätzer sind, die sich einen Dreck um die Kunden kümmern. Ich müsste mal in Erfahrung bringen, ob McKinsey eine Auslieferungsstelle für Bockmist (a.k.a. Außenstelle) auf Rarotonga hat…

Ich habe das Thema Internet dann bis Dienstag abgehakt habe, aber Steve noch einmal ans Herz gelegt einfach mal den Stecker am Router zu ziehen, bevor ich mich in die Hängematte zurückgezogen habe. Als ich dann ausgeschlafen hatte, ging das Internet wieder und Steve war nirgends mehr zu finden. Für jemanden der hier alle handwerklichen Arbeiten selbst erledigt und die komplette Anlage – mit immerhin acht „Bungalows“ – selbst hochgezogen hat, war das ganz schön unselbständig…

Um dann hier noch ein paar Bilder unterzubringen, ein paar Eindrücke von Ranganuis Retreat:

Die Hütten sind auf Stelzen von in China verarbeiteten, neuseeländischen Holz verarbeitet. Dementsprechend vergehen keine drei Tage an denen Steve nicht darüber flucht, dass das blöde Holz nach sieben Jahren vergammelt, bevor er dann grummelnd zur Kreissäge zieht, um Ersatzteile zu schnipseln.

Die Verkleidung der Hütten besteht dagegen aus überaus haltbarem Material, das Steve überaus gelobt hat: Aluminiumverkleidung für Außenkühlschränke. Das alles hat er übrigens sehr sauber verbaut. Ich habe hier sehr gerade Wände und saubere Kanten. Wenn ich da an die Hotels in Ägypten denke…

Schön Robert, aber wer ist jetzt Ronald Rust – der Titelgeber dieses Beitrags? Ach ja, da habe ich fast den Faden verloren. Mangels Bandbreite für Podcasts höre ich gerade „Fliegende Fetzen“ als Hörbuch von Terry Pratchetts Scheibenwelt. Ronald Rust ist darin einer der Antagonisten des Helden. Er ist Adeliger und militärischer Kommandant sehr alter Schule.

Er zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nach Sinn oder Unsinn von tradierten Vorstellungen und Befehlen fragt. Er wählt stattdessen stets den Weg des geringsten Widerstands. So gilt für Ihn eine Schlacht als gewonnen, wenn der Gegner mehr Männer verloren hat, als man selbst – unabhängig wie hoch die eigenen Verluste sind und wie sich die strategische Situation nach der Schlacht darstellt.

Ach ja, Ronald Rust wird übrigens von den anderen Adeligen „Ronny“ genannt. Übereinstimmungen mit einem echten „Ronny“ sind rein zufällig und eine Verbindung zum dritten Absatz dieses Beitrags streite ich ab!

9 Kommentare

  1. Haustier sagt: Antworten

    „Ronny“ fällt für mich in eine Kategorie mit Doreen oder Mandy. Dir fallen bestimmt noch mehr ähnliche Namen aus Deiner Kindheit ein 😉

    1. Rob sagt: Antworten

      Ja, haben meine Kollegen auch am Anfang gedacht. Aber Rony ist kein Zoni, auch wenn er mit vielen im Bunde steht. Auf jeden Fall hat am Ende hat keiner mehr gelacht…

    2. Rob sagt: Antworten

      Ja, haben meine Kollegen auch am Anfang gedacht. Aber Rony ist kein Zoni, auch wenn er mit vielen im Bunde steht. Auf jeden Fall hat am Ende hat keiner mehr gelacht…

  2. TomTe sagt: Antworten

    …alter b e l g is c h e r Adel? Die Namen beginnen meines Wissens mit „van“!?

    1. TomTe sagt: Antworten

      Nachdem Du scheinbar in einer Parallelwelt lebst, schau doch mal, ob Du auf den Cook-Inseln nicht noch einen ChristophEr findest!

    2. Rob sagt: Antworten

      Nein, der kommt aus Ankh-Morpok…wie kommst Du jetzt auf Belgien?

  3. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Bei dem Titel hatte ich vermutet, du hast doch wieder die Hosen ausgezogen und ziehst Faustkeil schwingend durch die Lande, um deinem Haustier Fleisch fürs gemeinsame Feuer zu jagen…oder Haifisch.

  4. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Wer ist eigentlich der nackte Mann beim Wäscheaufhängen auf dem ersten Bild? Heidis Nachmieter?

    1. Rob sagt: Antworten

      Da musste ich jetzt selbst mal nachschauen. So wirklich kann man es nicht erkennen, aber es dürfte Streve sein…

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