Gletscherrally

Als ich gestern mit meinen Fish n Chips – keine Sorge, war panierter Hoki, hatte also nix mit Fisch zu tun – zurück zum Hostel gelaufen bin ist mir aufgegangen, dass ich doch gerne noch ein zwei Tage länger in Wanaka geblieben wäre.

Das ganze wurde noch dadurch verschärft, dass ich heute sechs Stunden Fahrt und zwei Gletscher vor mir hatte. Immerhin gab es noch ein letztes Früchstück…

was aber nicht unbedingt dafür sorgte, dass ich unbedingt weiterfahren wollte. Aber hilft ja alles nichts!

Mich beschlich die Ahnung, dass das Wetter hinter den Bergen – nein es waren nicht sieben und es gibt hier keine Zwerge, aber dazu später mehr – nicht mehr so schön sein würde wie auf dieser Seite.

Leider hatte ich recht, wobei es immerhin nicht geregnet hat. Auf den letzten zwei Litern Benzin bin ich dann am Fox Glacier hereingefahren und habe die obligatorische Strecke zum Gletscher angetreten. Den Eindruck durch einen Dschungel zu laufen und dann plötzlich vor einem Gletscher zu stehen kann man leider nicht fotografisch festhalten. Da müsst Ihr wohl leider selbst antreten. Ich war aber durchaus mässig beeindruckt, da Fox und Franz-Josef-Gletscher zur Mittagszeit förmlich überlaufen waren. Erschwerend kam hinzu, dass ich mit dem Fahrrad kaum schneller durch die Massen gekommen als zu Fuß.

Zu meiner Überraschung wurde das Wetter weiter nördlich dann aber doch deutlich besser, so dass die Fahrt sehr schön wurde. Besonders bemerkenswert war noch mein Stop in Geymouth zum Essen, Tanken und Einkaufen. Wie oben geschieben gab es keine Zwerge, aber die ganze Stadt schien nur aus Rentnern, Hillbillies und Hippies zu bestehen – jede Gruppe in der vollen Ausprägung meiner Vorurteile. Das war besonders im Supermarkt eine ziemliche Belastung meines Geruchssinns.

Ich muss zugeben ein Hippie-Kind (3 Jahre?) zutiefst verstört zu haben. Das Balg hat zeitweise den ganzen Supermarkt zusammengeplärrt. Einmal stand ich – versunken in die existenztielle Frage von Eiscreme – direkt daneben als es losplärrte und mit einer Birne warf. Ich habe mich durchaus erschrocken und aus dem Rückenmark kam sofort der Befehl mich ruckartig zur Seite zu drehen und ihm direkt in Gesicht ein „Wääääääh!“ zurückzugeben. Danach war Ruhe im Schiff…

Abschließend ist mir bewusst, dass ich vor kurzem rumgenölt habe, dass ich nicht jeden Tag etwas schreiben kann oder will. Ich glaube seitdem ich das geschrieben habe, habe ich jeden Tag etwas geschrieben. Wie kann das sein? Nun, so sah es gestern aus, als ich etwas geschrieben habe…

und jetzt behaupte niemand ich habe haarige Füße! Naja, heute hatte sich das Wetter ja wie gesagt etwas gebessert. So sieht es jetzt gerade so aus…

was hoffentlich alle diesbezügliche Fragen beantwortet.

6 Kommentare

  1. TomTe sagt: Antworten

    ..hat der Balg die Birne nach dem Onkel Robert geschmissen?
    Was erschrickst Du Dich da auch, war wahrscheinlich nur eine Affekthandlung des Kindes.

    1. Rob sagt: Antworten

      Er hat die Birne eher in Richtung Mama/Papa (war schwer zu unterscheiden) aber vor allem aus dem Einkaufswagen geworfen. Er war wahrscheinlich auf Kekse aus…
      Wenn Du darüber sinnierst welche Sorte Eis es denn seien soll, passt Du auch nicht auf Deine Umgebung auf!

  2. Haustier sagt: Antworten

    Also ich sehe da haarige Füße! Von einem Hobbit aber noch weit entfernt.

    1. Rob sagt: Antworten

      Da bin ich ja beruhigt…

  3. Andobär sagt: Antworten

    Wie lange bleibst du noch in Neuseeland? Bald ist ja Bergfest!

    1. Rob sagt: Antworten

      am 31.03. geht es 09:30 Uhr nach Rarotonga. Bergfest NZ ist also schon rum.

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