Die Entdeckung der Schnelligkeit

Der Rücken zwickt immer noch ein bisschen, aber Adel verpflichtet. So ging es auf dem Drahtesel über Highway und Fluß zum Ausgangspunkt für den Marsch auf Mt. Fernie. Die Beschreibung des Pfads besagte lediglich 4 km Strecke und die Kleinigkeit von 900 Höhenmetern. Die Beschreibung stimmte – leider.

Direkt von Beginn ging es kräftig bergan. Im Wald war das zwar anstrengend, aber mit dem gelegentlichen Blick auf den Fortschritt…

auch sehr nett. Erst als dann die Bewaldung aufhörte – siehe oben – war es dann doch „too abschüssig for comfort“. Dazu habe ich mich zweimal verlaufen, da irgendwelche Viecher Trampelpfade angelegt hatten, die recht bald im nichts endeten. Aber die Aussicht…

hat für die Mühen entschädigt. Ich musste erkennen, dass ich gestern – etwas links der Bildmitte – nur auf einem Plateau weit unterhalb des Gipfels war…

Ansonsten war ich nach zweieinhalb Stunden fertig. Das bringt meine ganze Tagesplanung durcheinander. Seit Edda weg ist, sind solche Wanderungen nicht mehr tagesfüllend. Ich will damit nicht sagen, dass Edda langsam ist, aber schnell ist sie auch nur nach geologischen Maßstäben. Immerhin muss ich mir keine Sorgen mehr machen, dass ich so wenig Hunger und Durst habe. Seitdem alles in einem ordentlichen Tempo abläuft, habe ich insbesondere meinen legendären Durst wiedergefunden…

 

5 Kommentare

  1. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

    Wir wurden in den Bergen vor aggressiven Bergziegen gewarnt, die Wanderer auf die Hörner nehmen. Ob da die Glöckchen helfen oder sie im Heidistil in Herde angelaufen kämen, um den Robert zu knuffen?

    1. Rob sagt: Antworten

      In den kanadischen Rockies sind es die aggressiven Elche. Da soll man sich einfach hinter einem Baum verstecken – da wärst Du ja sogar unsichtbar für die Viecher…

      1. Haustiers dickes Weib sagt: Antworten

        Aber er findet mich bestimmt wegen meines strengen Geruchs… Am besten fand ich die Verhaltensregeln für Pumas: „Make yourself big and fight back aggressivliy“. Eine meiner leichtesten Übungen!

  2. TomTe sagt: Antworten

    Die Trampelpfade sind von räuberischen Schwarzbärbanden angelegt worden, um europäische Bergtouristen in dir Irre zu führen und auszurauben!

    1. Rob sagt: Antworten

      Ich befürchte die Schwarzbären sind dann nach fünf Metern abgerutscht und in die Tiefe gestürzt. So funktioniert das nicht!

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